© Badisches Landesmuseum, Foto: ONUK
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02#WALDSCHWARZSCHÖN Traditionelles in modernem Gewand
Der Schwarzwald – stilvoll aufgemischt! Die mehrteilige Beitragsserie #WALDSCHWARZSCHÖN nähert sich dem „schönen schwarzen Wald“ spielerisch und auf überraschende Art und Weise. Sie setzt den Schwarzwald als imaginäre Inspirationsquelle in Szene und betrachtet traditionelle, mit dieser Region verknüpfte Motive und für zeitgenössische Gestalter*innen reizvolle Themen aus erfrischend anderem Blickwinkel.
Frauen in Gutacher Tracht mit Bollenhut, Fotograf: E. Baumgartner, 1. Hälfte 20. Jahrhundert, Landesstelle für Alltags- und Regionalkultur / Außenstelle Südbaden des Badischen Landesmuseums, Inv. BA 2002/616 b
© Badisches Landesmuseum, Foto: E. Baumgartner
Zwei Frauen in Gutacher Tracht mit Bollenhut, Fotograf: Alwin Tölle, wohl 1970er Jahre, Landesstelle für Alltags- und Regionalkultur / Außenstelle Südbaden des Badischen Landesmuseums, Inv. BA 2004/6500
© Badisches Landesmuseum, Foto: Alwin Tölle (CC-BY-SA 4.0)
Der Strohhut mit den typischen Bollen gehört zur Frauentracht von lediglich drei Orten im mittleren Schwarzwald. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte er sich zum Sinnbild des gesamten Schwarzwalds.
Alle Bilder dieser Gruppe: Bollenhut, Gutach, 19. Jahrhundert, Inv. P 25-13 / © Badisches Landesmuseum, Thomas Goldschmidt
Frauen aus Buchenberg in Tracht mit Backenhaube und Rosenhut, Bildpostkarte, um 1900, Fotograf: W. Seiler, Landesstelle für Alltags- und Regionalkultur / Außenstelle Südbaden des Badischen Landesmuseums, Inv. BA 2019/3-27
© Badisches Landesmuseum, Foto: W. Seiler
Atelieraufnahme einer jungen Frau in der Frauentracht von St. Georgen mit Rosenhut. Fotograf: Georg Röbcke, um 1900, Landesstelle für Alltags- und Regionalkultur / Außenstelle Südbaden des Badischen Landesmuseums, Inv. BA 2004/57, Foto: Georg Röbcke
© Badisches Landesmuseum, Foto: Georg Röbcke
Der „Rosenhut“ weist strukturelle Parallelen zum Bollenhut auf. Durch die geringere Anzahl an „Rosen“ erscheint er weniger dominant und luftiger als der klassische Bollenhut mit seinen teils großvolumigen, den gesamten Hut überziehenden Wollkugeln.
Alle Bilder dieser Gruppe: „Rosenhut“ der Frauentracht aus St. Georgen im Schwarzwald, 1975, Inv. 2011/1039 h / © Badisches Landesmuseum, Thomas Goldschmidt
„Noch zu haben“ heißt der Hocker mit roten, „Schon vergeben“ derjenige mit schwarzen Bommeln. Denn verheiratete Frauen tragen den schwarzen Bollenhut und die noch unverheirateten den roten.
Alle Bilder dieser Gruppe: Schwarzwaldhocker "Noch zu haben" und "Schon vergeben", Entwurf: Doris Gaßmann / Hersteller: Raumgestalt GmbH, Bernau, 2011, Inv. 2011/1009, Inv. 2011/1010 / © Badisches Landesmuseum, Thomas Goldschmidt (CC BY-NC-ND 4.0)
Die Assoziation zum Bollenhut gelingt bei diesem Kissen spielerisch leicht. Die handgefertigten Pompons mit ihrer weichen, puffernden Eigenschaft kommen material- und funktionsgerecht zum Einsatz.
Alle Bilder: Pompon-Kissen, Myra von Busekist / Myk, Berlin, 2016, Inv. 2016/226 / © Myk (CC BY-NC-ND 4.0)
Für ihre Schmuckkollektion „Schwarz. Rot. Wald“ mit den Colliers „Bollenhut“, „Kuckucksuhr“ sowie „Wald“ erhielt die Schmuckgestalterin Kati Mussgay 2016 den Förderpreis für junges Kunsthandwerk des Landes Baden-Württemberg.
Beide Bilder: Halsschmuck „Bollenhut“, Kati Mussgay, Gengenbach, 2016 (im Besitz der Künstlerin) / © Kati Mussgay (CC BY-NC-ND 4.0)